|
|||
| Da torkelten selbst standfeste Kerle |
|
Alkohol | Die Junge Union und Polizist Gernot Schuler informieren
Er konnte dabei von eigenen Erlebnissen auf Streife berichten: „Es ist schon vorgekommen, dass Autofahrer sich vor den Augen der Polizei mit einer Flasche Rum intus ans Steuer setzten, die leere Flasche noch neben sich auf dem Beifahrersitz liegend“, erzählt Schuler.
Zwei „Seidla“ schon zu viel
Besonders interessiert zeigten sich die etwa 20 Teilnehmer an dem mitgebrachten Alkomaten. Im Selbstversuch konnte jeder die Wirkung von geringen Mengen Bier und Schnaps auf den eigenen Körper testen, indem er einmal ohne strafrechtliche Konsequenzen blies. Überrascht zeigten sich alle, dass bereits nach zwei „Seidla“ Bier die Grenze zur relativen Fahruntüchtigkeit von 0,3 Promille schon überschritten war. Um dann wieder fahren zu können, muss einige Zeit gewartet werden. Wird man mit 0,3 Promille von der Polizei angehalten, muss der Fahrer das Fahrzeug stehen lassen. Zeigt man auch Anzeichen von Unsicherheit im Straßenverkehr, wozu bereits das nicht vollständige Stehenbleiben am Stoppschild zählt, kommen sieben Punkte in Flensburg, bis zu 750 Euro Geldstrafe oder bis zu fünf Monaten Gefängnis und Entzug des Führerscheins auf den Fahrer zu.
Rausch-Simulation
„Und das ist auch gerechtfertigt, denn bereits in diesem Zustand ist die Unfallwahrscheinlichkeit um ein Vielfaches höher als ohne Alkohol“, so der Verkehrspolizist. Ab 0,5 Promille ist in jedem Fall mit einer Geldstrafe bis zu 1500 Euro und Führerscheinentzug zu rechnen, was sich bei Ausfallerscheinungen noch steigert. Von einer Ordnungswidrigkeit zu einer Straftat wird Alkohol am Steuer ab 1,1 Promille. Wie es sich im nüchternen Zustand anfühlt, mit den Augen eines Betrunkenen zu sehen, konnten die Teilnehmer durch eine sogenannte Rauschsimulationsbrille testen, wobei auch sonst standfeste Kerle ins Torkeln gerieten. Alle Anwesenden verließen die Veranstaltung um etliche Erfahrungen reicher. Ihnen wurde bewusst gemacht, dass Alkohol im Straßenverkehr eine echte Gefahr für einen selbst und natürlich auch für andere darstellt.
|